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depressionen & burnout

depression & burnout vorbeugen und heilen

 

Das sind alarmierende Zahlen: Mehr als zehn Prozent der Frauen und fünf Prozent aller Männer sind heute an Depressionen erkrankt. Und jeder zweite Bundesbürger  fühlt sich von einem Burnout bedroht; sechs von zehn Befragten klagen schon über typische Burnout Symptome wie anhaltende Erschöpfung, innere Anspannung und Rückenschmerzen. 

Depression und Burnout sind also kein „Problem anderer Menschen“ – sondern allgegenwärtig.

Tatsache ist auch, dass Depression und Burnout keine eingebildeten Ausreden für fehlenden Leistungswillen oder mangelnden Urlaub sind – sondern ernst zu nehmende seelische Erkrankungen. Übrigens sollten beide als eigenständig behandelt werden – auch, wenn sie manchmal verwechselt werden, in enger Verbindung stehen oder zusätzlich von Ängsten und Zwängen begleitet werden.

Gut zu wissen: Wer glaubt, mit einer Depression oder einem Burnout zu kämpfen hat, braucht sich nicht zusätzlich auch noch als „Alien“ und deshalb schlecht zu fühlen. Denn die Zahlen oben belegen, dass niemand damit alleine ist – im Gegenteil.

Wenn du in der U-Bahn sitzt oder im Großraumbüro um dich schaust, wirst du immer mehrere Menschen sehen, die unter mindestens einer der beiden Störungen leiden. Und es sind nicht die grauen Mäuse oder die scheinbar antriebslosen Kolleginnen oder Kollegen. Auch die schneidigen Manager und die empathischen, immer hilfsbereiten Nachbarn können davon betroffen sein.

Woher kommen Burnout und Depression?

In der Psychologie spricht man davon, dass diese Krankheiten „multifaktoriell“ bedingt sind: die Genetik, die Entwicklung und die aktuellen Umstände können Grund und Auslöser sein. In vielen Fällen spielen Körper und Seele eine gemeinsame Rolle bei einer psychischen Erkrankung.

Und wieso sind die Zahlen in den vergangenen Jahren derart angestiegen? Ich persönlich (und das ist nicht wissenschaftlich belegt) denke, dass folgende Faktoren eine Rolle spielen können:

  • die Anforderungen in Job, Beruf und gesellschaftlichem Leben waren noch nie so hoch,
  • die Komplexität unseres Lebens ist teilweise unüberblickbar,
  • wir müssen und möchten es vielen verschiedenen Menschen recht machen,
  • bei schnell wechselnden und meist unklaren Regeln.
  • Die digitalen Medien spiegeln uns, dass immer alles möglich sei und
  • andere Menschen ein viel besseres Leben führen als wir.
  • Wer traurig oder unglücklich ist, ist dabei irgendwieein „Spielverderber“ und
  • ein tiefes Gespräch ist zur Seltenheit geworden.
  • Die Ernährung ist, vorsichtig gesagt, industriell und vielen Abhängigkeiten geprägt und
  • Fitness artet schnell in Körperkult oder Wettkampf aus.

Ja, unter den Faktoren befinden sich einige gute und große Errungenschaften der vergangenen Jahre. Doch: Wer hat uns Menschen jemals darauf vorbereitet, damit umzugehen? Manche können das scheinbar spielerisch. Doch: Wer schaut wirklich dahinter?

Vielleicht müssen wir Menschen manchmal erst noch lernen, mit diesem Leben umzugehen. 

Der Unterschied zwischen Depression und Burnout

Wie hängen nun Depression und Burnout zusammen? Es gibt verschiedene Möglichkeiten, diesen Unterschied zu erklären. Die schlechteste ist, zu behaupten sie seien identisch – aber „Burnout“ hört sich in einer Leistungsgesellschaft besser an als Depression. Denn das ist schlicht falsch

Die Symptome sind teilweise sehr ähnlich: Eine Depressive Episode wird laut Klassifizierungssystem ICD 10 diagnostiziert, wenn mehrere Signale wie tief sitzende Freudlosigkeit, gedrückt Stimmung, Schuldgefühle, Schlafstörungen, Appetitstörungen und ähnliche Symptome über mehr als zwei Wochen auftauchen. Je nach Intensität gibt es dann leichte, mittelgradige und schwere Depressionen. 

Für den Burnout gibt es dagegen keine „offizielle“ Diagnose. Das heißt aber nicht, dass er weniger „schlimm“ ist. Häufig gehen hier ähnliche Symptome wie bei der Depression mit etwas Aggressivität einher und die Signale sind „kontextbezogen“ – also auf die Arbeit oder die Familie beschränkt. Eine Depression geht durch alle Bereiche hindurch. Das sind allerdings bestenfalls Hinweise – erst eine Anamnese und Diagnose können Klarheit verschaffen. Denn in einem fortgeschrittenen Zustand sind Depression und Burnout kaum noch zu unterscheiden – vor allem, weil ein Burnout sehr häufig im Verlauf von einer Depressiven Episode begleitet wird. 

Trotzdem ist die Unterscheidung wichtig. Denn der Umgang mit den beiden Diagnosen ist sehr unterschiedlich: Ein Burnout-Patient benötigt möglicherweise viel Schlaf oder einen ungestörten Urlaub – einem Depressions-Patienten würde man vermutlich beides nicht raten. Eine Depression reist nämlich mit und wird am Urlaubsort möglicherweise noch unerträglicher.  

Und natürlich sind die möglichen Heilansätze unterschiedlich. Bei der Depression gilt es, eine durchgängige Störung zu behandeln. Der Burnout kann teilweise durch die Änderung von Lebensumständen und begleitender Achtsamkeits-Therapie entschärft werden.

Vielleicht noch eine Unterscheidung, die viel über die beiden Krankheiten sagt: Klaus Bernhard beschreibt in seinem Besteller Depression und Burnout loswerden die unterschiedlichen Auslöser der beiden Störungen. Er schreibt: „Jemand, der direkt an einer Depression erkrankt (die nicht durch
Medikamente ausgelöst wurde), denkt in der Regel völlig anders als
jemand, der zuerst im Burnout landet. Der Erste neigt mehr zum
Zweckpessimismus, während der Zweite eher perfektionistisch veranlagt ist.“ 

Doch Vorsicht vor einer Selbst-Diagnose: Nicht immer können wir den Beginn erkennen – und dadurch ist es gut möglich, dass man z.B. eher die hinzugekommene Depression und nicht den Burnout erkennt.

Das therapeutische Vorgehen

Wie schon beschrieben: Beide Erkrankungen sind nicht mit den gleichen (auch nicht mit denselben) Mitteln zu therapieren. Und nicht nur das. Etwa bei einer mittelgradigen oder schweren Depression kann es sinnvoll sein, mit Medikamenten zu therapieren, um den Patienten zu stabilisieren. Psychotherapeutisch kommen zusätzlich Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Tiefenpsychologische Verfahren und andere Methoden wie Entspannungstechniken, Licht-Therapie oder sogar Wachtherapie in Frage. Die Auswahl ist genauso groß wie schwer.

Bei leichten depressiven Episoden ist die Palette noch größer – selbst die Krankenkassen lassen da einige Methoden zu.

Und wer von einem Burnout betroffen ist, könnte möglicherweise durch eine systemische Therapie seine Position z.B. in der Firma neu „sortieren“ und alleine davon profitieren. Zusätzlich wird er möglicherweise von achtsamkeitsbasierten Verfahren und Gesprächstherapie profitieren.

Fest steht lediglich: dass jeder Patient andere Mittel und Ansätze benötigt.

Burnout oder Depression vorbeugen

Etwas weniger verwirrend ist die Situation, wenn man einem Burnout oder einer Depression vorbeugen will. Denn zwar sind unterschiedliche Menschentypen von unterschiedlichen Störungen betroffen – doch zumindest die Stressoren in der heutigen Welt sind ähnlich. Oben habe ich ja aufgezählt, dass ich Überforderung mit der Komplexität und der, nun ja, Unehrlichkeit in der aktuellen Zeit dazu zähle: Wir tun häufig nicht (mehr), was uns wirklich entspricht – und wissen häufig schon gar nicht mehr, was das überhaupt sein könnte.

Große Einigkeit besteht darin, dass Achtsamkeit und Entspannungsverfahren zur Vorbeugung von Burnout und Depression ein wichtiges Mittel sind. Dabei geht es nicht um lange Meditationspraxis, sondern auch um kleine Achtsamkeits-Impulse im Laufe des Tages, die unsere Resilienz fördern. Auch in Schreibtherapie und Positive Psychologie finden wir effektive Tools, mit denen die eigene Wahrnehmung und damit ein stärkeres „Ich“ und Selbstliebe entwickelt werden können.

Systemische Verfahren können einem Burnout-Kandidaten zeigen, was in seinem „System“ schiefläuft und vielleicht einen Weg aus möglicherweise verfahrenen Situationen zeigen.

Und schließlich kann die Methode der Gesprächspsychotherapie nach Rogers auch vor Eintreten einer Erkrankung helfen, sich selbst und das Leben anzunehmen. Ebenso wie Verhaltenstherapie mögliche Stressoren wie Ängste oder Süchte zu entschärfen 

Was ich dir anbiete

Als Heilpraktiker für Psychotherapie habe ich gelernt, psychische Störungen zu diagnostizieren und zu therapieren. Wenn – wie oben beschrieben – körperliche Ursachen in Frage kommen oder eine medikamentöse Therapie sinnvoll erscheint, unterstütze ich dich auf dem Weg zu einem Psychiater oder Arzt.

Dann unterstütze ich dich mit Gesprächspsychotherapie, Systemischen Verfahren, Achtsamkeits-Methoden und einigen Tools aus Schreibtherapie und Positive Psychologie. Falls eher Verhaltenstherapie oder tiefenpsychologische Verfahren sinnvoll erscheinen, unterstütze ich dich bei der Suche nach einem entsprechenden Therapeuten.

In der Vorbeugung und Abwendung eines drohenden Burnouts sind wir in der Wahl der Mittel frei. Der Umgang damit soll passen wie ein bequemer und schöner Maßanzug.

Hier einige Antworten auf typische Fragen zu meiner Praxis.

 

Eric Kubitz
Coach, Berater, Heilpraktiker für Psychotherapie

Achtsamkeitsbasierte Methoden | Gesprächspsychotherapie | Systemische Methoden

Praxis: Clemensstr. 12 (Praxis LOEWENHERZ), München / Schwabing, 

089/41 32 67 05, praxis@kubitz.net

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