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therapie, coaching, beratung: die mittel zum zweck

Du bist verwirrt? Das ist verständlich. Ob du nun mit psychischen Problemen zu kämpfen hast oder schlicht mehr aus deinem Leben machen willst: Die Angebote sind unübersichtlich und jeder verwendet die Begrifflichkeiten rund um „Therapie, Coaching und Beratung“ unterschiedlich. Für mich war das am Anfang der Ausbildung ein echtes Problem.

Eine einfache aber folgenschwere Regel

Die knappste Sprachregel ist zwar rechtlich eindeutig definiert – aber an der Grenze unscharf. Sie lautet: Coaching und Beratung richtet sich an gesunde Menschen, Therapie hilft, Störungen zu heilen oder lindern.

So einfach das klingt, so schwer ist die Interpretation. Das war für mich eine folgenschwere Erkenntnis. Denn ich hatte mich ja aufgemacht, Menschen zu helfen. Und weil es für ein Psychologie-Studium zu spät war, dachte ich natürlich über eine Coaching- oder Beratungs-Ausbildung bei einem der vielen Institute mit hohem Preis und zertifizierten Lehrgang nach.

Allerdings stieß ich auf ein Hindernis: Gerät ein Coach oder Berater an eine möglicherweise zu diagnostizierende psychische Störung, dann darf er den Klienten nicht „behandeln“. Und eine psychische Störung kann schon hinter der Aussage stecken, dass jemand antriebslos ist, schlechte Laune hat und unter Appetitlosigkeit oder Schlafstörungen leidet. Das kann (muss nicht!) auf eine leichte Depressive Episode hinweisen.

Und dann? Was tue ich mit einem Klienten, der über einen heraufziehenden Burn-out klagt? Wegschicken? Genau das wollte ich nicht!

Da ich wirklich helfen wollte, hatte ich gar keine Wahl: Dank des deutschen Heilpraktiker-Gesetz steht auch einem Spätzünder wie mir der Weg zum „diagnostizieren, heilen und lindern“ psychischer Störungen offen. Also habe ich die Prüfung zum „Heilpraktiker beschränkt auf das Gebiet der Psychotherapie“ gemacht. Ich werde also keine körperlichen Gebrechen diagnostizieren und auch keine natürlichen Heilmittel geben. Wenn wir uns unterhalten, geht es „nur“ um deine Seele.

Dank der umständlichen und intensiven Ausbildung darf ich nun mit dir viel weiter gehen als ein „systemischer Berater“ oder ein „Life-Coach“ ohne entsprechende Genehmigung. Allerdings auch nur bis zur nächsten Grenze: Falls Medikamente für deine psychische Situation eine mögliche Lösung sein könnten, werde ich dich bitten, einen entsprechenden Arzt aufzusuchen – der dann die Behandlung (ggf. von mir begleitet) weiterführt.

Coaching, Beratung, Therapie: Wann ist was sinnvoll?

Ein Merkmal ist also der „Krankheitswert“ deiner seelischen Lage. Gibt es nach dem Klassifizierungs-System ICD-10 einen „Code“ für dein Anliegen, reden wir auf jeden Fall von einer Therapie und vielleicht auch mit einem Arzt. Geht es dir um ein Weiterkommen im Job oder um ein kniffliges Problem mit dem Partner, ist vielleicht schon eine kurze Beratung ausreichend.

Doch es gibt noch weitere Unterscheidungsmerkmale. Diese werden von verschiedenen Stellen unterschiedlich gehandhabt – deshalb hier nur meine Sicht der Dinge:

  • Coaching: Dies umfasst sehr viele Beratungs-Formen – meist jedoch mit einem zuvor vereinbarten Ziel zum Beispiel aus dem beruflichen oder sportlichen Bereich. Der Coach ist dabei weniger ein Ratgeber, sondern ein Begleiter und agiert als neutraler, kritischer Gesprächspartner, motivierender Unterstützer und/oder Ideen-Geber. Ein Coaching dient nicht der Überwindung von Störungen, sondern der Weiterentwicklung des Menschen. 
  • Psychologische Beratung: Auch dies ist keine in Deutschland geschützte Berufsbezeichnung. Allerdings ist die „beratende Psychologie“ in § 1 PsychThG bezeichnet als „psychologische Tätigkeiten, die die Aufarbeitung und Überwindung sozialer Konflikte oder sonstige Zwecke außerhalb der Heilkunde zum Gegenstand haben.“ Das deutet also unter anderem Lebensberatung, Berufsberatung, Partnerschaftsberatung u.s.w. hin. Was das im Einzelnen bedeutet, wird zu Beginn zwischen Klient und Berater vereinbart. 
  • Psychotherapie: (Altgriechisch: „Seele heilen“) meint dagegen eine „gezielte professionelle Behandlung seelischer (psychischer) Störungen oder psychisch bedingter körperlicher Störungen mit psychologischen Mitteln“. Hier geht es also um Störungen (nach der Klassifizierung des IDC-10) mit Krankheitswert. Wobei die dabei angewendeten Verfahren (von Verhaltenstherapie, psychodynamische Verfahren, über Systemtherapie bis hin zu Gesprächspsychotherapie) natürlich in auch Coaching und Beratung angewendet werden können. 

Vielleicht kann man es auch so ausdrücken: Es geht immer um ein seelisch glücklicheres und erfolgreicheres Leben. Die Psychotherapie ist aber immer dann das Mittel der Wahl, wenn der Leidensdruck hoch ist. 

Und was tun wir?

Wir müssen daraus zum Glück keine Wissenschaft machen: Also „HP Psych“ habe ich die Möglichkeiten, nach einer ordentlichen Anamnese eine Diagnose zu stellen. Und wenn es notwendig ist, werden wir versuchen, zuerst die Blockaden zu überwinden. Wir werden das miteinander besprechen!

Und am Ende ist eine ausgeglichene Seele und ein glücklich(er)es Leben unser gemeinsames Ziel.  

Eric Kubitz
Heilpraktiker für Psychotherapie

Achtsamkeitsbasierte Methoden | Gesprächspsychotherapie | Systemische Methoden

Praxis: Clemensstr. 12 (Praxis LOEWENHERZ), München / Schwabing, 

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